Studie: Wahrnehmung von Sicherheitsmaßnahmen durch Bahnhofsnutzende

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Im Mittelpunkt steht die Frage, ob und in welchem Umfang Reisende vorhandene Sicherheitsmaßnahmen im Bahnhof wahrnehmen und wie sich diese Wahrnehmung auf ihr subjektives Sicherheitsempfinden auswirkt.

Die Studie ist Teil einer umfassenden Wirksamkeitsbetrachtung im Forschungsvorhaben Sicherheitsbahnhof. Mithilfe von Eye-Tracking-Brillen wird untersucht, wohin die Teilnehmenden während ihres Aufenthalts am Bahnhof blicken, welche Bereiche ihre Aufmerksamkeit auf sich ziehen und wie sie sich innerhalb des Bahnhofs orientieren. Unter realen Bedingungen werden dabei Blickbewegungen, Aufmerksamkeitsmuster und typische Orientierungspfade erfasst. 

Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, ob vorhandene Sicherheitsmaßnahmen tatsächlich visuell registriert werden oder im alltäglichen Nutzungsgeschehen weitgehend unbemerkt bleiben. 

Die Untersuchung fand im Juli 2026 am Kölner Hauptbahnhof statt. Sie soll dazu beitragen, besser zu verstehen, wie Sicherheitsmaßnahmen in einem realen Bahnhofsumfeld wahrgenommen werden. Auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse sollen konkrete Empfehlungen entwickelt werden, wie Sicherheitsmaßnahmen an Bahnhöfen sichtbarer gestaltet und von den Reisenden besser wahrgenommen werden können.

Die Ergebnisse zeigen jedoch, dass die bloße Existenz von Sicherheitsmaßnahmen nicht automatisch zu ihrer Wahrnehmung führt. Vielmehr bestehen deutliche Unterschiede zwischen der objektiven Sichtbarkeit einzelner Maßnahmen und ihrer bewussten Wahrnehmung durch die Fahrgäste. 

Die Eyetracking-Daten verdeutlichen insgesamt die hohe Reizdichte des Bahnhofsumfelds. Sicherheitsrelevante Informationen konkurrieren mit Wegweisern, Werbeflächen, Personenströmen und anderen visuellen Reizen. Entsprechend werden Informationsaushänge, Schaukästen und Warnhinweise häufig als zu textlastig, wenig auffällig und nur begrenzt handlungsorientiert wahrgenommen.